Rhododendron und Azaleen aus Berlin - Brandenburg

Blütenträume und mehr

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Pflanz- und Pflegehinweise für Rhododendron

Damit Rhododendron gut und gesund wachsen und in jedem Jahr reich blühen muß man schon einiges beachten, obwohl die Ansprüche weniger groß sind als oft vermutet.

Die richtige Standortwahl und welche Pflanze ich erwerbe sind erst einmal die wichtigste Entscheidung. Oftmals läßt man sich vom Preis beeinflußen der sehr Unterschiedlich ist, den Rhododendron die veredelt sind, sind in der Regel um einiges teurer als Stecklings- oder Laborvermehrte Pflanzen. Stecklingspflanzen sind insoweit gut wenn es sich um die alten Sorten der Catawbiensezüchtungen handelt, wie Roseum Elegans,  Catawbiense Boursault oder Cunningham`s White. Im Labor vermehrte Pflanzen stehen immer auf eigenen Wurzeln und haben erst einmal wesentlich Höhere Ansprüche als Veredelte und ihre Lebensdauer ist bei weitem nicht so groß wie Veredelte Pflanzen. Für den Laien ist es meist jedoch oft schwer festzustellen ob es  sich um Veredlungen auf Cunningham`s White oder INKARHO ( Kalktolerante Unterlagen ) handelt, oder Stecklingspflanzen. Unsere pflanzen sind fast alle auf Kalktolerante Unterlagen veredelt. Wer sicher gehen will sollte nur in bekannten Baumschulen seine Pflanzen kaufen und nicht bei der Vielzahl von Internethändlern, Baumärkten oder anderen. Gesunde Pflanzen haben immer einen sehr gut durchwurzelten Ballen, kräftiges Laub und meist eine glänzende Blattfarbe. Ein leichter Blattschaden ist nicht von Bedeutung, denn diese Pflanzen wachsen im Freien herran und sind somit allen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Bei Perfekt aussehenden Pflanzen würde  ich schon etwas vorsichtiger sein.

Nachdem wir nun unsere Pflanzen erworben haben ist die richtige Pflanzung zu beachten. Die meisten Rhododendronsorten kommen gut an sonnigen Standorten zurecht wenn die Bodenverhältnisse stimmen und die Pflanzen immer ausreichend feucht sind. Bei einigen wenigen Sorten die unbedingt vor der Sonne, bzw. vor großer Hitze geschützt werden müssen, weisen wir darauf hin.  Rhododendron sind Flachwurzler und benötigen sehr viel Luft an den Wurzeln, deshalb ist stets darauf zu achten das die Pflanzen nie zu tief eingepflanzt werden und der Boden nicht verdichtet wird. Egal ob es  sich nun  um Containerpflanzen oder Ballenware handelt, sollte man beim pflanzen darauf achten das die Pflanzen keinesfalls tiefer stehen sollten wie sie vorher im Container, oder ausgepflanzt waren. Besser wenn die Pflanzen 1 cm oben herraus stehen. Die Pflanzgrube sollte etwa 3 mal so breit und etwa 1,5 mal so tief sein wie der Ballen. Bei Containerpflanzen  den Ballen leicht einschneiden. Die Pflanzen sollten vor dem pflanzen etwas getaucht werden, damit sie bis in den Kernballen gut feucht sind.

Der Boden sollte locker und im sauren bereich sein. Als Beimischung sollte man guten fasrigen Weißtorf nehmen, oder vorgefertigte Handelsübliche Rhododendronerde. In den Bodenaushub kann man eine handvoll Hornspäne mit einarbeiten, ansonsten keinerlei Düngemittel, diese können die Pflanzen erst aufnehmen wenn sie eingewachsen sind. Nach dem pflanzen leicht anwässern, bei Frühjahrspflanzung bei sehr trockenen Wetter etwas mehr. Den Boden nicht festtreten, denn dadurch wird er verdichtet was nicht sein sollte. Im Herbst gepflanzte Pflanzen werden im kommenden Frühjahr erstmals gedüngt, im Frühjahr gepflanzte frühstens nach 3 - 4 Wochen.

Pflanzzeit für Rhododendron ist von September bis zum Eintritt stärkerer Fröste, bei uns meist bis Mitte Dezember und im Frühjahr von März bis Ende Mai. Nach Ende Mai sollte man nicht mehr pflanzen, denn bis September machen die Pflanzen keine Wurzelbildung, sie wachsen also nicht an und können bei großer trockener Hitze Schäden davon tragen. Die günstigste Zeit ist die Herbstpflanzzeit, in dieser Zeit sind die Pflanzen in Wachstumsruhephase, sie können gut anwurzeln und haben im Frühjahr die besten Start- bedingungen um gut blühen und wachsenzu können.

Rhododendron sollten gleichmäßig feucht gehalten werden, aber nicht zu nass stehen. Auf keinen Fall Staunässe. Gedüngt wird 2 mal im Jahr mit einer Mischung aus Hornspänen und einem Voll- oder Langzeitdünger. 1. Düngung im Frühjahr März- April und die 2. Düngung Ende Juli -  Anfang August.

Als Volldünger hat sich Blaukorn ENTEC sehr gut bewährt, oder speziell ummantelte Langzeitdüngr wie Oscomote, Plantacote. Nicht zu empfehlen sind die überall angebotenen Rhododendrondünger da diese nur Kurzzeitig den Pflanzen zur Verfügung stehen, weil sie schnell ausgewachsen sind und Rhododendron jederzeit langsam fliessende Nährstoffe benötigen.

Gesunde gut ernährte Rhododendron sind wenig anfällig für Kranheiten und Schädlingsbefall. Am häufigsten treten Pilzkrankheiten durch Phythophtera-Pilze auf. Phythoptera-Pilze sind in der Natur überall zu finden ohne das sie Pflanzen befallen. Wir kennen zwei Möglichkeiten einmal das eindringen der Pilze durch Verletzungen an den Trieben, diese sind relativ schnell zu erkennen, indem die Pflanzen  die Laubblätter hängen lassen. Ein schneller Rückschnitt bis ins gesunde Holz verhindert das der Pilz weiter in die Pflanze eindringen kann und die Pflanze läßt sich dadurch gut erhalten. Problematischer ist es wenn der Pilz durch die Wurzel eindringt, dann helfen keine Schnittmaßhnen mehr, diese Pflanzen sind dann leider verloren, was durch aus auch bei älteen Pflanzen passieren kann. Dazu sei gesagt das man trotzdem an dieser Stelle , auch ohne Bodenaustausch wieder eine neue Pflanze setzen kann.

Schädlinge lassen sich meist relativ einfach bekämpfen. Am häufigsten werden Rhododendron von Zikaden und Rhododendronnetzwanzen befallen. Die Zikaden selbst schädigen die Pflanzen nicht, nur im Herbst legen sie ihre Eier in die gebildeten Knospen, wodurch diese absterben können und im laufe des Winters schwarz werden und eintrocknen. Das dadurch Pilze in die Pflanze eindringen und die Pflanze schädigen ist leider noch nicht geklärt. Man sollte jedoch die Zikade wirksam bekämpfen. Wir empfehlen dazu ab Ende Mai mit Calypso in Abständen von 14 Tagen die Pflanzen zu behandeln. Bei Rhododendronnetzwanzen sieht das  schon anders aus. Diese leben an der Blattunterseite und saugen dort den Pflanzensaft. Man kann es leicht feststellen wenn die Blätter ihre dunkle Farbe verlieren und an der Blattunterseite viele kleine braune Punkte entdeckt. Eine Spritzung mit zugelassenen Mitteln ist ratsam. Bei einigen spätaustreibenden Sorten findet man Tripse, diese saugen an den frischen Austriebsblättern, so das diese  oft wellig aussehen. Eine Spritzung mit Pflanzenschutzmitteln, am besten aus der Sprühdose und nur Punktuell angewand schafft schnell Abhilfe.Ein weiterer öfter auftretender Schädling ist der Dickmaulrüßler. Während der Käfer selbst bis auf die unansehlichen Blattfraßschäden verursacht, ist die im Boden lebende Larve schon probelmatischer, da diese unten am Wurzelstock das Holz frißt und die Pflanzen bei längerer Zeit den ganzen Stamm durchnagen. Bekämpft werden die im Boden lebenden Larven ab besten Biologisch mit Nemathoden welche in die Larven eindringen, dort ein Bakterium ablegen was die Lave abtötet. Nemathoden können bei uns bestellt werden.

In extremen Jahren können auch an gut frostharten Rhododendron Frostschäden auftreten. Meist sind nur die älteren Blätter davon betroffen was  sich sehr schnell wieder regeneriert, aber auch bei stärkeren Schäden wo manchmal richtig kräftig zurück geschnitten werden muß treiben viele Rhododendron wieder aus dem alten Holz aus. Siehe Anhand der Beispielfotos.

Starker Rückschnitt ins alte Holz nach Frotschaden. Pflanze treibt gut wieder aus.

Starker Rückschnitt ins alte Holz nach Frotschaden. Pflanze hat gesunde frische Neutriebe.

(C) Baumschule Neumann   Fotos & Text

R. Viscy. Unteres Laub mit Frostschaden, Neuaustrieb wieder gesunde Belaubung.